Datum: 12.12.2011
Dazu-Meldung zur Pressekonferenz des Landesschülerbeirats
Kurzbeschreibung: Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer ist wie der Landesschülerbeirat (LSBR) der Meinung, dass das Sitzenbleiben sich demotivierend auf die betroffenen Schülerinnen und Schüler auswirkt.
Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer ist wie der Landesschülerbeirat (LSBR) der Meinung, dass das Sitzenbleiben sich demotivierend auf die betroffenen Schülerinnen und Schüler auswirkt. „Sitzenbleiben ist für viele einfach nur ein negatives und frustrierendes Erlebnis“, sagte die Ministerin. Das Kultusministerium will deshalb die individuelle Förderung an allen Schularten voranbringen. So können die schwächeren Schüler besser unterstützt werden.
Die vom Landtag beschlossene Abschaffung der Verbindlichkeit bei der Grundschulempfehlung sei ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Elternrechte, sagte Warminski-Leitheußer. An den Grundschulen gebe es bereits ein gut funktionierendes Beratungssystem, daher sei es den Eltern möglich, bereits zum Frühjahr 2012 selbst zu bestimmen, wie der weitere Bildungsweg ihrer Kinder aussehen soll. „Die Lehrer werden die Eltern dabei unterstützen, die richtige Entscheidung zu treffen.“ Die Rechte von Eltern und Schülerschaft müssten aber auch in der Schulkonferenz gestärkt werden, stimmte die Ministerin dem LSBR zu. Daher stehe das Kultusministerium zur im Koalitionsvertrag verankerten Einführung einer paritätischen Schulkonferenz. Bevor eine solche Änderung des Schulgesetzes angegangen werden könne, müssten allerdings noch rechtliche Fragen geklärt werden. Bei den Verbindungslehrern, die die Schülergremien beraten und den guten Kontakt zur Lehrerschaft sowie zur Schulleitung gewährleisten, strebe das Kultusministerium eine flexiblere Gestaltung an. Mit den Schulen sollen Zielvereinbarungen über den Einsatz von Verbindungslehrern getroffen werden.

