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EU-Schulfruchtprogramm in Baden-Württemberg – Machen Sie mit!

Mehr Obst und Gemüse für Kinder – das ist das Ziel des Anfang 2010 gestarteten EU-Schulfruchtprogramms. Direkt in die Schule und den Kindergarten bekommen Kinder verschiedene Früchte, wie Äpfel und Birnen oder auch Karotten und Kohlrabi geliefert. Sie lernen die Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten kennen und entdecken, dass Obst und Gemüse nicht nur gut tun, sondern auch gut schmecken. Auf diese Art werden sie an eine gesundheitsfördernde und ausgewo¬gene Ernährung herangeführt.

Vor allem Kinder in Kindertagesstätten, Grundschulen sowie in Schulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung sollen in den Genuss der Früchte kommen. Bis zu den Sommerferien können sich aber auch alle weiterführenden Schulen an dem Programm beteiligen.

Die Europäische Union stellt ihren Mitgliedsländern jährlich insgesamt 90 Millionen Euro für die Durchführung des Programms zur Verfügung. Etwa 2,5 Millionen Euro davon entfallen auf Baden-Württemberg.

Wie kommen die Früchte in Ihre Schule?

  1. Suchen Sie "Schulfruchtpaten". Die von der Europäischen Union zur Verfügung gestellte Summe deckt die Hälfte der anfallenden Kosten ab. Die andere Hälfte wird durch die Paten finanziert. Dies können zum Beispiel Gemeinden, Fördervereine, Unternehmen, Eltern oder auch Lieferanten sein. Kleine Beträge – große Wirkung: Für ungefähr 100 Euro kann eine 30-köpfige Schulklasse ein Schulhalbjahr lang einmal pro Woche mit frischem Obst oder Gemüse versorgt werden.
  2. Wählen Sie einen Lieferanten für die Belieferung mit Obst und Gemüse aus. In Frage kommen Großhandel, Erzeuger, Einzelhändler oder andere Vermarktungseinrichtungen. Gemeinsam entscheiden Sie, welche Früchte wie oft geliefert werden. Bevorzugen Sie Früchte der Saison und aus der Region.
  3. Hängen Sie das Schulfruchtposter gut sichtbar am Eingang auf und verteilen Sie – bevor die ersten Früchte geliefert werden – die Informationsfaltblätter an Lehrkräfte, und Eltern. Das Informationsmaterial und das Poster erhalten Sie kostenlos über die Marketinggesellschaft Baden-Württemberg MBW: www.gemeinschaftsmarketing-bw.de oder Sie können es unter www.schulfrucht-bw.de/informationsmaterial herunterladen.

Kein Schulfruchtprogramm ohne pädagogische Begleitmaßnahmen
Damit der Genuss von Obst und Gemüse die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen nachhaltig positiv beeinflusst, bietet sich das Thema – attraktiv gestaltet – für den Unterricht an: www.schulfrucht-bw.de/schulen-und-kitas/paedagogische-begleitung.html. Die Landesinitiativen “Bewusste Kinderernährung (BeKi)“ und “Blickpunkt Ernährung“ des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz bieten Ihnen dazu Arbeitsmaterialien und Lernstationen an. Außerdem kommen auf Anfrage geschulte BeKi-Fachfrauen direkt und kostenlos in Ihre Einrichtung: www.beki-bw.de.

Bei Fragen wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des baden-württembergischen Schulfruchtprogramms (www.schulfrucht-bw.de) oder an die Marketinggesellschaft Baden-Württemberg MBW (www.gemeinschaftsmarketing-bw.de). Dort erhalten Sie auch weitere Informationen für Schulen, Kindertagesstätten, Lieferanten und Sponsoren.

Maren Ohl, Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz