Kinderland Baden-Württemberg
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Das „Kinderland Baden-Württemberg“ voranzubringen, ist ein zentrales Anliegen. Dabei steht „Kinderland“ für ein neues Verständnis von Kindheit, Jugend und Familie, für eine Politik, die sich an Kindern und Jugendlichen, ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten orientiert und in der verschiedene Politikfelder miteinander verschmelzen: Familien- und Bildungspolitik, Betreuung und Jugendarbeit, Demografie und Sozialpolitik.
Ziel ist , Baden-Württemberg zu einem Kinderland zu machen, in dem sich Familien und Kinder wohl fühlen und das jedem Kind die Chance bietet, mit einer guten vorschulischen und schulischen Bildung sowie beruflichen Ausbildung in einer sich wandelnden Gesellschaft seinen Platz zu finden.
Kinder sollen gute Startvoraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und ein selbst bestimmtes Leben haben. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die frühkindlichen Bildung. Das Bildungsangebot ist durchlässig strukturiert und an die spezifischen Entwicklungsphasen der Kinder angepasst, um das jeweilige Potenzial kindgerecht zu fördern.
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport begleitet und unterstützt die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung und während ihrer Schullaufbahn durch zahlreiche Maßnahmen. Hierzu gehören unter anderem:
- Orientierungsplan
- Projekt "Schulreifes Kind"
- Bildungshaus 3 – 10
- "Grundschulen mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt"
- Vor- und außerschulische bzw. außerunterrichtliche Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe (HSL)
- Betreuungsangebote an Schulen und Ausbau von Ganztagsschulen
- Pädagogische Assistentinnen und Assistenten
- Jugendbegleiterprogramm
- Schülermedienmentorinnen und –mentoren
- "Aktive Teens"
- Schülermentoren der Musik
- Hochbegabte Kinder und Jugendliche
- Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf (ILB)
- Singen - Bewegen - Sprechen
- Sommerschulen
Orientierungsplan
Der Orientierungsplan: Er berücksichtigt grundlegende Motivationen von Kindern und fokussiert sich auf sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder, wobei die Sprachentwicklung eine besondere Berücksichtigung erfährt. Der Orientierungsplan soll Impulse für einen förderlichen Umgang mit Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren geben. Durch kontinuierliche und individuelle Förderung soll dem Kind ein optimaler Start in der Schule ermöglicht werden.
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Projekt "Schulreifes Kind"
Bei dem Projekt "Schulreifes Kind" sollen Kinder, bei denen über den Orientierungsplan hinaus Förderbedarf besteht, im Jahr vor ihrer Einschulung besondere Förderangebote zuteil werden. Dazu zählt auch die Intensivierung der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule. Unter dem Motto "Prävention geht vor Rehabilitation" soll allen Kindern ein optimaler Start ins Schulleben ermöglicht und schulischem Misserfolg vorgebeugt werden.
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Bildungshaus 3 – 10
Das Bildungshaus 3 – 10 ist ein Modellprojekt zur kooperativen Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule. Es soll eine Art pädagogischer Verbund gebildet werden, also die Durchlässigkeit der Bildungseinrichtungen für Drei- bis Zehnjährige gestärkt werden. In den teilnehmenden Bildungshäusern haben die Kinder die Chance, in institutions- und jahrgangsübergreifenden Gruppen sieben Jahre lang gemeinsam zu lernen und zu spielen. Als Basis für die Arbeit dienen der Orientierungsplan und der Bildungsplan der Grundschule. Die Bildungshäuser sollen jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung wahrnehmen und fördern und dadurch zu einer bruchlosen Bildungsbiografie beitragen.
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"Grundschulen mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt"
Die Konzeption "Grundschulen mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt" ist Teil der Initiative "Sport- und bewegungsfreundliche Schule". Dabei sollen Möglichkeiten geschaffen werden, dass sich über die in der Kontingentstundentafel vorgesehenen Sportstunden hinaus ein umfassendes Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot an allen Schulen etabliert. Für alle Schülerinnen und Schüler soll eine tägliche Bewegungszeit gewährleistet werden, um damit die Entwicklung der Kinder positiv zu beeinflussen.
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Vor- und außerschulische bzw. außerunterrichtliche Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe (HSL)
Die vor- und außerschulische bzw. außerunterrichtliche Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe (HSL) ist eine Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch grundsätzlich für Kinder mit Sprachförderbedarf. Die Integration in das deutsche Schul- und Bildungssystem sowie das Einüben sozialen Verhaltens soll den Kindern auf diese Weise ermöglicht beziehungsweise erleichtert werden.
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Betreuungsangebote an Schulen und Ausbau von Ganztagsschulen
Das Land fördert Betreuungsangebote an Schulen sowie den bedarfsorientierten Ausbau von Ganztagsschulen. Ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Schulkinder soll die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit ermöglichen. Zu den Bausteinen der Schülerbetreuung zählt neben der Betreuung im Rahmen der verlässlichen Grundschule, die flexible Nachmittagsbetreuung, der Hort an der Schule beziehungsweise der herkömmliche Hort sowie die kommunalen Betreuungsangebote an Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung. Ganztagsschulen können an 40 Prozent der öffentlichen Grundschulen und Realschulen sowie an allen öffentlichen Werkreal-, Hauptschulen und Gymnasien bei Bedarf eingerichtet werden. Grundsätzlich gibt es bei den Ganztagsschulen zwei Modelle: Zum einen die Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung und zum anderen die in offener Angebotsform. Anspruch ist, dass jedes Kind und jeder Jugendliche die Chance haben soll eine Ganztagsschule in erreichbarer Nähe besuchen zu können.
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Pädagogische Assistentinnen und Assistenten
Zur Verbesserung der Lernchancen und zur individuellen Unterstützung der Schülerinnen und Schüler werden pädagogische Assistentinnen und Assistenten an den Grund-, Werkreal- und Hauptschulen eingesetzt.
Pädagogische Assistentinnen und Assistenten unterstützen die Lehrkräfte beim Unterricht vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik, bei Projekten sowie in Arbeitsgemeinschaften. Sie helfen in Absprache mit Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern oder Fachlehrkräften mit bei der Durchführung von Fördermodulen. Außerdem arbeiten sie in kombinierten/jahrgangsübergreifenden Klassen mit. Sie unterstützen die verantwortliche Lehrkraft im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderung und sind Assistenz beim Unterricht insbesondere in großen Klassen. Zu ihren Aufgaben zählt auch die Unterstützung von Lehrkräften in schwierigen Unterrichtssituationen und die Hilfestellung bei Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht sowie bei der Lösung von Konflikten, auch in der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten und Institutionen.
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Jugendbegleiterprogramm
Jugendbegleiter bieten Kindern und Jugendlichen ein breites Spektrum von freiwilligen, unterrichtsergänzenden Bildungs- und Betreuungsangeboten von Bewegung und Spiel über Natur- oder Kulturangebote bis zu Hausaufgabenbetreuung, Bewerbungstrainings oder Umgang mit Medien. Jugendbegleiter sind oftmals selbst noch Schülerinnen und Schüler oder aber Eltern, Vereinsaktive, Selbstständige, Vertreter von Organisationen oder Senioren.
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Schülermedienmentorinnen und –mentoren
Bei den Schülermedienmentorinnen und –mentoren im Bereich Medienpädagogik werden Schülerinnen und Schüler zu Schülermedienmentorinnen und –mentoren im Bereich Medienpädagogik ausgebildet, um auf diese Weise einen sachgerechten, selbst bestimmten, kreativen und sozial verantwortlichen Umgang mit Medien zu ermöglichen. Ähnliche Absichten verfolgt die Initiative "Medien aber sicher". Zu deren Hauptanliegen zählt der präventive Jugendmedienschutz insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen durch die technologischen Entwicklungen und Medieninhalte wie Computerspiele, internetbasierte "Social Communities" und Mobiltelefone. Primäre Zielgruppen sind Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher sowie Eltern, denen Informationen, Handlungsmodelle und Praxismodule für ihre pädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt werden.
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Schülermentorenprogramm zur Suchtprävention "Aktive Teens"
"Aktive Teens" ist ein Schülermentorenprogramm zur Suchtprävention mit dem Schwerpunkt auf der Hauptschule der Klassenstufe 7 und 8. Die Schülermentoren übernehmen eine Vorbildfunktion und demonstrieren, was es heißt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Das Programm zielt auf die Stärkung der Persönlichkeit und die Informationsvermittlung über die Mechanismen der Suchtentwicklung ab.
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Schülermentoren der Musik
Die Schülermentoren der Musik bringen sich in die Schule und den Verein ein und stärken damit den Nachwuchs von Musik und Ehrenamt. Die Zielgruppe umfasst Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren. Während der Mentoren-Ausbildung werden Grundfähigkeiten vermittelt, indem man eine Einführung in die vielfältigen Gebiete der Chor- und Orchesterleitung erhält.
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Hochbegabte Kinder und Jugendliche
Besonders begabte und motivierte Schülerinnen und Schüler werden mittels spezifischer "Enrichment-Angebote" in Akademien und Seminaren sowie Schülerforschungszentren außerhalb des Unterrichts gefördert. Zudem haben hochbegabte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd oder die neu eingerichteten Hochbegabtenzüge an ausgewählten Gymnasien zu besuchen, die eine Förderung mittels Akzeleration und Enrichment verbinden. Der Ausbau der Förderung besonders begabter und hochbegabter Kinder und Jugendlicher erfolgt neben außerunterrichtlichen Förderangeboten und der Förderung im schulischen Bereich im Unterricht (integrativ sowie am Landesgymnasium für Hochbegabte mit Internat und Kompetenzzentrum), durch den Auf- und Ausbau der besonderen schulischen Förderangebote für Hochbegabte an Gymnasien.
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Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf (ILB).
Benachteiligte Jugendliche werden beim Übergang von der Schule in den Beruf durch individuelle Betreuung durch eine ehrenamtliche Person beim gesamten Lernprozess unterstützt. Damit soll Schulversagen vorgebeugt und die Chancen von Jugendlichen auf einen erfolgreichen Schulabschluss und den Übergang in eine Ausbildung gesteigert werden.
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"Singen - Bewegen - Sprechen" wird in Spatz überführt
Das Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“ lief zum 31.07.1012 aus. „Singen-Bewegen-Sprechen“ wird ab dem Kindergartenjahr 2012/2013 in die Sprachförderung SPATZ des Landes Baden-Württemberg integriert. In SPATZ werden die bisherigen Sprachfördermaßnahmen ISK (Intensive Sprachförderung im Kindergarten) und HSL (Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe) miteinander verschmolzen und mit dem Landesförderprogramm SBS (Singen-Bewegen-Sprechen) unter ein Dach gestellt. Als Teil des neuen Gesamtkonzepts SPATZ (Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf) stehen SBS-Maßnahmen künftig allen förderbedürftigen Kindern ab dem ersten Kindergartenjahr offen.
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Sommerschulen
Zum Auftakt des Schuljahres 2010/11 hat Baden-Württemberg erstmals in der letzten Ferienwoche für Schülerinnen und Schüler der beginnenden Klassenstufe 8 der Werkreal- und Hauptschulen Sommerschulen bzw. Sommercamps in einer Pilotphase an vier Standorten angeboten. Zielgruppe waren insbesondere Jugendliche mit schulischen Defiziten mit und ohne Migrationshintergrund. Gemeinsam mit regionalen Partnerorganisationen sollte den Schülerinnen und Schülern ein guter Start in das neue Schuljahr ermöglicht werden. Rund 80 Jugendliche haben an dem modellhaften Angebot teilgenommen. Erste Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass diese Woche erheblich zu einer erhöhten Lernmotivation beigetragen hat. Im Schuljahr 2011/12 wird das Modell auf 16 bis 20 Schulstandorte erweitert.
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