Zum Landesbildungsserver  Zum Lehrerfortbildungsserver  Zum Landesmedienzentrum  Zum Landesportal


Sie sind hier: Startseite > Presse > Pressemitteilungen > ARCHIV > Pressemitteilungen 2010 > Kultusministerin Marion Schick: Landesregierung hat in kurzer Zeit vielversprechende Neuerungen auf den Weg gebracht, die die Spitzenposition des Landes weiter stärken

Datum:  08.09.2010

Kultusministerin Marion Schick: Landesregierung hat in kurzer Zeit vielversprechende Neuerungen auf den Weg gebracht, die die Spitzenposition des Landes weiter stärken

Kurzbeschreibung:  Gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung / Start der neuen Werkrealschule / mehr Ganztagsschulen / Ausbau der beruflichen Schulen / Individuellere Förderung durch kleinere Klassen und Pädagogische Assistenten / Schick: Neuerungen belegen große Dynamik im Bildungssystem

Die Landesregierung hat in kurzer Zeit wichtige und vielversprechende Neuerungen auf den Weg gebracht, die im neuen Schuljahr starten werden. Mit diesen Weiterentwicklungen im Bildungssystem wird Baden-Württemberg seine Spitzenposition im Bildungsbereich weiter ausbauen“, sagte Kultusministerin Marion Schick anlässlich der traditionellen Landespressekonferenz zum Schuljahresanfang am Mittwoch (8. September) in Stuttgart.

Zum kommenden Schuljahr starten insgesamt 525 neue Werkrealschulen. Landesweit und besonders in den Schwerpunktregionen sind alle staatlichen Schulämter aufgefordert, bedarfsbezogen inklusive Lösungen für die schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung anzubieten. In den weiterführenden Schulen sinkt der Klassenteiler von 32 auf 31, in den Grundschulen auf 28 Schülerinnen und Schüler. Im September nehmen über 400 neue Pädagogische Assistenten ihre Arbeit an Grundschulen auf. „Mit mehr Lehrerinnen und Lehrern für weniger Schülerinnen und Schüler, kleineren Klassen und insgesamt über 1.000 Pädagogischen Assistenten an Grund- und Hauptschulen setzt die Landesregierung klare Akzente für die Verbesserung der Unterrichtsqualität und eine intensivere individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen“, sagte Ministerin Marion Schick.

In der frühkindlichen Bildung werden im kommenden Jahr erfolgreiche Projekte weiter ausgebaut sowie neue Projekte in die Fläche gebracht. Noch in diesem Schuljahr werden nach Abschluss der Auswahlentscheidung bis zu 70 neue Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige im Land entstehen. Am 1. Oktober startet das Programm Singen-Bewegen-Sprechen mit zunächst landesweit 1.000 Gruppen in Kindergärten. Das Land übernimmt die Finanzierung der Sprachförderung in den Kindergärten von der Baden-Württemberg Stiftung. In diesem Zuge werden kleinere Fördergruppen und ein schlankeres Antragsverfahren ermöglicht. „Die frühkindliche Bildung ist ein ganz entscheidender Schlüssel für erfolgreiche Bildung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb müssen wir so früh wie möglich in die Kleinsten unserer Gesellschaft investieren, um nicht später teuer reparieren zu müssen. Uns darf kein Kind verloren gehen“, erklärte Schick. Im Herbst wird die Ministerin ein Gesamtkonzept zur frühkindlichen Bildung vorstellen, das die Erfahrungen aus den bestehenden Projekten intelligent miteinander verknüpft.

Auch in den Realschulen und Gymnasien stehen im neuen Schuljahr Veränderung an. In den Gymnasien beginnt die gemeinsame Kursstufe des letzten G9 und des ersten G8 Jahrgangs, die dann 2012 gemeinsam das Abitur machen. Im Bereich der Realschulen gehen landesweit 21 neue Standorte mit bilingualen Zügen an den Start. Der Ausbau von Ganztagschulen in dieser Legislaturperiode wird weiter vorangetrieben. Im Schuljahr 2010/11 können weitere 115 Schulen Ganztagesangebote anbieten. Ein wichtiges Element der baden-württembergischen Ganztagschulkonzeption sind die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter. 2010/11 werden knapp 1.300 Schulen an diesem Programm teilnehmen, das von den Schulleitern zu über 80 Prozent positiv bewertet wurde.

„Die beruflichen Schulen des Landes sind ein baden-württembergisches Erfolgsmodell. Sie stehen beispielhaft für unser begabungsgerechtes und anschlussfähiges Bildungswesen, indem sie eine Vielzahl von Möglichkeiten für begabte Schülerinnen und Schüler bieten, nach dem Hauptschulabschluss oder der Mittleren Reife die Hochschulreife zu erlangen“, erklärte Schick. Sie verwies auf den weiteren Ausbau um 71 zusätzliche Klassen zum kommenden Schuljahr – unter anderem an 19 neuen Standorten beruflicher Gymnasien. Das entspricht rund 2.200 zusätzlichen Plätzen. Zudem gehen vier weitere Berufsoberschulen an den Start.

„Bessere Rahmenbedingungen zur Steigerung der Qualität von Unterricht und Schule sowie eine Vielzahl pädagogischer Weiterentwicklungen - vom frühkindlichen Bereich bis hin zum Abitur - belegen, welche Dynamik im baden-württembergischen Bildungssystem steckt. Moderne zielorientierte Bildungspolitik kann nur einen Rahmen setzen, der den Praktikern vor Ort größtmögliche Handlungsspielräume eröffnet. Um die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen immer weiter verbessern zu können, wünsche ich mir von den Pädagogen im Land, dass sie den Mut haben, diese Freiheiten selbstbewusst zu nutzen. Allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen wünsche ich ein erfolgreiches Schuljahr 2010/11“, sagte Kultusministerin Marion Schick.

Hintergrundinformationen für die Redaktionen:
Einen Überblick zu den Neuerungen im kommenden Schuljahr mit Detailinformationen sind in der Anlage der Pressemitteilung zusammengestellt. Siehe unter: www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1229263/

Live-Video-Chat mit Kultusministerin Marion Schick zum Schuljahresbeginn
Am 27. September 2010 steht Kultusministerin Marion Schick von 14 bis 15.30 Uhr auf dem Kultusportal Rede und Antwort zu den pädagogischen Neuerungen. Schülerinnen, Schüler, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte und alle Interessierte sind herzlich eingeladen, im Live-Video-Chat Fragen an die Ministerin zu richten.

Wer am 27. September 2010 keine Gelegenheit hat, am Live-Video-Chat teilzunehmen, kann bereits jetzt Fragen stellen oder weitere Themen für den Chat vorschlagen.

Link zum Chat
 

Zurück zur Übersicht