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Meldung des Monats April 2010

15.000 Ehrenamtliche leisten über 25.000 Stunden Jugendbegleitung pro Woche

Der Einsatz ehrenamtlicher Jugendbegleiter an den Schulen hat sich bewährt und soll ausgebaut werden. "Das Modellprojekt ist ein ergänzendes Modul für die Entwicklung der Ganztagsschule im Land und eine pädagogische Bereicherung durch Ehrenamtliche", bilanzierte Kultusstaatssekretär Georg Wacker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mittlerweile liegen die Ergebnisse der vierten Evaluation vor.

An dem 2006 ins Leben gerufenen Jugendbegleiter-Programm nehmen mittlerweile 1.013 Schulen teil. 1.003 beteiligten sich an der Evaluation und bieten mit 15.001 Jugendbegleitern im Schuljahr 2009/10 wöchentlich 25.777 Zeitstunden an. Häufigstes Angebot im Jugendbegleiter-Programm ist weiterhin die Hausaufgabenbetreuung. Es folgt die Betreuung in der Mittagszeit, im Sport, in der Sprach- und Leseförderung, in den Bereichen Kunst/Kultur, Arbeitswelt/Wirtschaft, Musik, Soziales und Medien. Eltern und die ältere Schülerschaft sind im Jugendbegleiter-Programm stark engagiert: Von allen Jugendbegleitern sind 38 Prozent Schülerinnen und Schüler, 20 Prozent Eltern und 23 Prozent organisationsunabhängige Einzelpersonen aus dem schulischen Umfeld. 17 Prozent kommen aus Vereinen, Verbänden und weiteren gesellschaftlichen Organisationen. "Wenn Menschen aus unterschiedlichen Gruppierungen in solchem Umfang bereit sind, ehrenamtlich an Schulen tätig zu sein und außerschulische Angebote in die Schulen zu tragen, so ist dies ein klares Votum für die breite Akzeptanz des Programms und den Willen und die Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg zu sozialem, bürgergesellschaftlichem Engagement," sagte der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung.

Die Akzeptanz des Programms zeigt sich an seinem raschen Wachstum (2006: 252 Schulen, 2007: 518, 2008: 837, 2009: 1.013 Schulen) und der stetig wachsenden Zahl der Jugendbegleiter und Jugendbegleiterinnen an den Schulen, die bereits länger im Programm sind. Hinzu kommen die sehr positiven Bewertungen, die die Schulleitungen dem Programm geben. 81 Prozent der Schulleitungen geben dem Programm eine gute bzw. sehr gute Bewertung. Weitere 16 Prozent sind der Meinung, dass sich Positives und Negatives die Waage halte und lediglich zwei Prozent geben negative Urteile ab. Ein Prozent konnte aufgrund zu kurzer Erfahrung noch keine Beurteilung abgeben.

Teilnehmende Schulen erhalten je nach Anzahl der angebotenen Betreuungsstunden ein Budget in Höhe von 2.000 bis 5.000 Euro zur Umsetzung des Programms, um insbesondere für Sachausgaben und Aufwandsentschädigungen aufkommen zu können. Bei 11 Jugendbegleiter-Stunden pro Woche erhält die Schule bereits 4.000 Euro. Darüber hinaus erschließen manche Schulen weitere Förder- und Sponsorengelder. Zur Reduzierung des Verwaltungsaufwands stehen den Schulleitungen an 310 Schulen seit September 2009 Jugendbegleiter-Manager zur Seite, die als ehrenamtliche Kräfte die Schulleitungen bei der Organisation der Jugendbegleiter-Betreuung unterstützen. Schulleitungen mit über 20 Jugendbegleiter-Stunden pro Woche erhalten außerdem eine Entlastungsstunde.

 

Linkliste

  1. www.jugendbegleiter.de
  2. Vierter Evaluationsbericht
  3. Broschüre "Freiwillige gewinnen"
  4. Rahmenvereinbarung und Eckpunkte zum Jugendbegleiter-Programm
  5. Rahmenkatalog zum Jugendbegleiter-Programm
  6. Qualipass-Zertifikat für Jugendbegleiter
  7. Thema Jugendbegleiter.Schule.Wirtschaft
  8. Schulen im Jugendbegleiter-Programm
  9. Berichte aus der Praxis

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