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Fortbildung an der Theodor-Heuss-Schule Rutesheim

Die Theodor-Heuss-Schule Rutesheim ist eine Grund- und Hauptschule mit derzeit 618 Schülerinnen und Schülern, die von 43 Lehrkräften unterrichtet werden. Seit dem Jahr 2000 werden hier unter anderem ein Schulprofil, ein Schulcurriculum und einen Methodenfahrplan entwickelt. Jede Schule ist selbst verantwortlich für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht. Diese Aufgabe soll für Fortbildung und Personalentwicklung mit einer schulbezogenen Fortbildungsplanung erfüllt werden – damit Lehrerinnen und Lehrer ihre beruflichen Kompetenzen verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die Schul- und Unterrichtsqualität. Daher begann das Kollegium im Schuljahr 2006/2007 einen schulorientierten Fortbildungsplan zu entwickeln.

Die erste Fortbildungskonferenz

Dem Fortbildungsbedarf der Schule widmete sich eine Gesamtlehrerkonferenz zu Beginn des Schuljahres 2006/2007. Nach einer Informationsphase wurden die Kolleginnen und Kollegen gebeten, ihre Vorstellungen zu folgenden Fragen zu notieren: Was wird benötigt, um Unterricht professionell ausführen und die Lernzeit der Schülerinnen
und Schüler kompetenzorientiert gestalten zu können? Was braucht man, um den Anforderungen, die die neuen Bildungspläne an die methodisch-didaktische und erzieherische Kompetenz von Lehrkräften stellen, gewachsen zu sein? Wie gelingt es, dabei das Schulprofil zu berücksichtigen und sogar zu schärfen? Die vielen Themen, die genannt wurden, eröffneten einen gewissen Spielraum. Zum wichtigsten Kriterium für die Inhalte der geplanten Veranstaltungen wurde zunächst die Verfügbarkeit von Referentinnen oder Referenten. Je Jahrgangsstufe wurden zwei Fortbildungsnachmittage angesetzt.

Auswahl geeigneter Referentinnen und Referenten

Folgende Unterstützungssysteme waren hilfreich:

  • Das Amt für Schule und Bildung mit der dort zuständigen Fortbildungsschulrätin;
  • "Abrufangebote“ innerhalb der regionalen Lehrerfortbildung, also die "mobilen“ Angebote der Fachberaterinnen und -berater;
  • Angebote der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, speziell die so genannten "Wunschkurse“. Das heißt: Ein Kollegium wünscht sich eine zweitägige Fortbildung zu einem Thema und die Akademie übernimmt die Organisation;
  • Besondere Kompetenzen konnten dabei im eigenen Kollegium berücksichtigt werden. So geben etliche Kolleginnen und Kollegen als Fortbildende ihr Wissen und ihre Erfahrungen an das Kollegium weiter;
  • Austausch unter den Schulleitungen, um geeignete Referentinnen oder Referenten zu finden.

Umsetzung und Weiterentwicklung

Ende November 2006 war der erste Fortbildungsplan fertig und konnte an das Kollegium ausgegeben werden. Um den Ertrag der geplanten Veranstaltungen zu gewährleisten, wurden vorab mit den Referentinnen oder Referenten der Ablauf der Fortbildung besprochen und die Erwartungen des Kollegiums differenziert formuliert.
Für den Fortbildungsplan im Schuljahr 2007/2008 wurde der Modus etwas geändert:

a.) Abfrage der Fortbildungswünsche

Dies verantwortete nun die Jahrgangsstufenleitung. Bis Oktober wählte sie in einer Jahrgangsstufenkonferenz die aktuellen Themen aus, für die Bedarf bestand. Das Fortbildungsteam konnte so bis zur Gesamtlehrerkonferenz nach den Herbstferien den Fortbildungsplan erstellen.

b.) Einführung eines Fortbildungsportfolios

Dem Kollegium wurde das Fortbildungsportfolio vorgestellt – als individuelles Instrument des Fortbildungsplans zur beruflichen Weiterentwicklung. Interessierte Lehrkräfte bekamen für das individuelle Portfolio eine Mappe, die sich folgendermaßen gliedert:

  • Fachliche Fortbildungen;
  • Pädagogische Fortbildungen;
  • Unterricht;
  • Gesprächsführung;
  • Mittlerweile steht für das Fortbildungsportfolio eines fest: Wird eine Fortbildung anschließend reflektiert, erhöhen sich die Chancen auf eine berufliche und persönliche Weiterentwicklung.

Zusammenfassung

Über die Entwicklung gaben die Kolleginnen und Kollegen folgendes Feedback:

  • Die Motivation des Kollegiums, sich fortzubilden und neuen Impulsen zu öffnen, ist spürbar gestiegen, da die Themen den Bedürfnissen entsprechen.
  • Die Fortbildungsinhalte werden in der Praxis als sehr wirksam eingeschätzt.
  • Die Kolleginnen und Kollegen schlagen Themen selbst vor und wählen Vortragende aus.
  • Die schulischen Ziele entwickeln sich ständig weiter, weil die Veranstaltungen verbindlich sind.

Autorinnen: Friederike Bailer, Beate Wirkner, Theodor-Heuss-Schule Rutesheim.

Weitere Informationen unter: www.thsr.de und www.lehrerfortbildung-bw.de/qm/fb_planung/bspl