Datum: 05.12.2007
"Internationaler Tag des Ehrenamts" - Georg Wacker: Ehrenamt ist im Südwesten fest verwurzelt
Kurzbeschreibung: Kultusstaatssekretär und Ehrenamtsbeauftragter der Landesregierung dankt Baden-Württembergern für ihren ehrenamtlichen Einsatz
„Mehr junge Menschen als je zuvor sind bereit, Verantwortung zu übernehmen“ / Schulen als „Brücke zum Ehrenamt“
Anlässlich des heutigen "Internationalen Tags des Ehrenamts" (5. Dezember) hat Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL den ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz gedankt. „Das Ehrenamt ist im Südwesten so lebendig, weil es in allen Teilen der Bevölkerung fest verwurzelt ist“, sagte der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung. 42 Prozent der Bevölkerung Baden-Württembergs sind derzeit in ihrer Freizeit ehrenamt-lich und unentgeltlich engagiert. Das sind 4,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger des Landes. Im Ländervergleich rangiert der Südwesten damit an erster Stelle.
Besonders erfreulich sei, so Wacker, „dass mehr junge Menschen als je zuvor bereit sind, Verantwortung übernehmen“. 46 Prozent der 14- bis 30-Jährigen im Land nehmen eine ehrenamtliche Aufgabe in einem Verein, einer Gruppe oder einer Organisati-on wahr. Dies hat das 2. Freiwilligensurvey der Bundesregierung zum bürgerschaftlichen Engagement für Baden-Württemberg ergeben.
Die große Resonanz junger Menschen auf die Aktion "Mitmachen Ehrensache" bestätige die Ergebnisse der Studie. Am heutigen "Internationalen Tag des Ehrenamtes" jobben voraussichtlich bis zu 7.000 Jugendliche in 19 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs einen Tag lang bei einem Arbeitgeber ihrer Wahl. Das erarbeitete Geld spenden sie für einen guten Zweck. Für diese Aktion sind zudem 400 junge "Botschafter" im ganzen Land unterwegs.
Besonderen Wert legt der Kultusstaatssekretär auf die Bedeutung der Schulen als „Brücke zum Ehrenamt“. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Schülermentorenprogramme. Die dabei praktizierte Kooperation der Schulen mit Verbänden und Vereinen ebne den Jugendlichen den Weg zum ehrenamtlichen Engagement. Die Bandbreite der Angebote reicht von Sport und Verkehrserziehung über Umweltschutz und kirchliche Jugendarbeit bis hin zu Musik und Bildender Kunst. In den Realschulen sei ehrenamtliches Engagement sogar Teil des Schulprofils. Im Zuge der Bildungsplanreform 2004 sei das "Themenorientierte Projekt Soziales Engagement" (TOP SE) eingeführt worden. Die Realschüler absolvieren ein Sozialpraktikum oder arbeiten im Rahmen einer Kooperationsmaßnahme mit einer Grund- oder Förderschule zusammen. Für Tätigkeiten an der eigenen Schule können sich die Schüler zum Junior-Schülermentor ausbilden lassen. „Die Jugendlichen machen die Erfahrung, dass ihr Einsatz anderen hilft. Jeder kann und soll etwas zum Zusammenhalt unserer Gesell-schaft beitragen“, betonte Wacker.

