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Datum:  19.07.2007

Kultusstaatssekretär Georg Wacker zeichnet Sieger des landesweiten Präventionswettbewerbs aus

Kurzbeschreibung:  Unter dem Motto "Wer klaut ist out! - Wie sag ich's meinen Freunden" haben sich insgesamt 250 Kinder und Jugendliche mit dem Thema Ladendiebstahl beschäftigt

  
Der Wettbewerb wurde zum vierten Mal vom Einzelhandelsverband Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Innen- und dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg ausgerichtet


Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat am Donnerstag (19. Juli) im Europa-Park in Rust bei Freiburg die Gewinner des vierten Landespräventionswettbewerbs ausgezeichnet. Die vom Einzelhandelsverband Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Innen- und dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg verliehenen Preise gingen an insgesamt sieben Schulklassen, Jugendgruppen bzw. Einzelpersonen. Der Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto "Wer klaut ist out! - Wie sag ich's meinen Freunden". 250 Kinder und Jugendliche hatten sich mit dem Thema Ladendiebstahl auseinandergesetzt, beispielsweise in Form von Videofilmen, Interviews und Plakaten.

Wacker bezeichnete den Wettbewerb als Ermutigung zur Zivilcourage. „Es gehört viel Mut dazu, Freunde oder Klassenkameraden in die Schranken zu weisen und vom Ladendiebstahl abzubringen.“
Die Erfahrungen in der Präventionsarbeit hätten jedoch gezeigt, dass es wirkungsvoller sei, „wenn Gleichaltrige Position beziehen und ein bestimmtes Verhalten klar missbilligen“. Von mahnenden Worten der Erwachsenen würden sich viele Jugendliche nicht beeindrucken lassen. Wacker unterstrich, dass Klauen kein Kavaliersdelikt sei. „Wer klaut, bricht Regeln, macht sich strafbar und schadet der Gemeinschaft.“

„Auf rund 2 Milliarden Euro beläuft sich der Schaden durch Ladendiebstahl pro Jahr in Deutschland“, machte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Baden-Württemberg, die Dimension des Klauens in Geschäften deutlich. Statistisch gesehen wird demnach jeder 200. Einkaufswagen nicht bezahlt bzw. stiehlt jeder Haushalt jährlich Waren im Wert vom 50 Euro. Umso wichtiger sei es, so Hagmann, dass gerade junge Menschen sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzten. Fast 2.000 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg haben in den vergangenen Jahren an der Aktion des Einzelhandelsverbandes und seiner Partner teilgenommen. „Und immer wieder sind wir aufs Neue überrascht, welche Ideen von den Kindern und Jugendlichen kreativ und mit viel Engagement umgesetzt werden. Und gäbe es unseren Präventionspreis nicht, würden die Diebstahlszahlen sicher noch weit über den festgestellten liegen“, sagte Hagmann bei der Übergabe der Preise an die Gewinner in Rust. Als Preis erhielten insgesamt rund 140 Schülerinnen und Schüler einen erlebnisreichen Ausflug in den Europa-Park geschenkt.

Auch wenn die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2006 bei den angezeigten einfachen Ladendiebstählen bundesweit einen Rückgang um 5,4 Prozent auf jetzt 428.553 (Baden-Württemberg: 55.519) Fälle bundesweit angibt, kann keine Entwarnung gegeben werden. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Diebstahlsdelikte ist nach wie vor um ein Vielfaches höher. Auch die Zahl der jungen Straftäter ist alarmierend: So gingen  von den über 55.000 Ladendiebstählen in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 17.176 auf das Konto von unter 21-Jährigen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr sogar eine Zunahme von 0,9 Prozent (Studie Jugendkriminalität und Jugendgefährdung in Baden-Württemberg 2006). Interessant ist auch, dass Diebstahlsdelikte von Jungtätern überwiegend am Wohnort (62,7 Prozent) oder im Landkreis des Wohnortes (19,0 Prozent) begangen werden.

Unterstützt wurde die Aktion “Wer klaut ist out“ auch in diesem Jahr wieder von der EDEKA Südwest, dem Europa-Park, der SIGNAL IDUNA Versicherungsgruppe sowie den Firmen Jacoby Fruchtsäfte und Hirsch Süßwaren.

Die Gewinner des diesjährigen Präventionspreises „Wer klaut ist out“ (Reihenfolge der Nennung alphabetisch nach dem Herkunftsort) lauten:


• Hauptschule Engen, Klassen 7a und 7b, Engen
• Theodor-Heuss-Gymnasium, Klasse 6a, Esslingen
• Christopher Hess und Lionel Iyamu, Freiburg
• Realschule Öhringen, Klasse 7d, Öhringen
• Nenad Majstovovic, Erzbischöfliches Kinderheim Haus Nazareth, Sigmaringen
• Beethovenschule/Video AG, Singen
• Grund- und Hauptschule Pfaffenweiler, Klassen 8 und 9, Villingen-Schwenningen

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