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Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH) mit Internat und Kompetenzzentrum in Schwäbisch Gmünd

Das Landeskabinett hat im Dezember 2002 beschlossen, die Förderung begabter Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg weiter auszubauen und in Schwäbisch Gmünd in Trägerschaft der Stadt Schwäbisch Gmünd und des Ostalbkreises ein Landesgymnasium für Hochbegabte mit Internat und Kompetenzzentrum zu errichten. Die Schule erföffnete zum Schuljahr 2004/2005.

Zentrales Ziel dieser Schule mit Internat ist eine ganzheitliche Bildung von hoch begabten Schülerinnen und Schülern. Neben einer breiten intellektuellen Leistungsfähigkeit werden Selbstständigkeit, Leistungswille und soziale Kompetenzen gefördert, um die Entwicklung einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit zu ermöglichen.

Schule      

Das Landesgymnasium für Hochbegabte folgt dem Bildungsplan des achtjährigen Gymnasiums und schließt mit dem Zentralabitur Baden-Württembergs ab. Als Fundament wird der Bildungsplan in verkürzter und individualisierter Form vermittelt. Zusätzlich belegen die Schülerinnen und Schüler verpflichtende Zusatzangebote für vertiefendes Lernen im intellektuellen, im musisch-künstlerischen und im sportlichen Bereich.  Arbeiten in Werkstätten, Schulgarten und Küche sowie soziale Dienste sind in der Mittelstufe Teil des Pflichtprogramms. Die Lehrkräfte sind durch eine besondere Weiterbildung für ihre Arbeit mit hoch begabten Kindern qualifiziert.

Internat     

Internat und Schule bilden eine pädagogische Einheit. Der Besuch des Internats ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich, da das Zusammenleben in einer Gemeinschaft mit entsprechenden Aufgaben Teil des pädagogischen Konzepts ist. Die Unterbringung erfolgt in der Regel in Doppelzimmern. Bis zu zwölf Schülerinnen oder Schüler bilden eine Wohngemeinschaft, die jeweils von den Internatsmentoren, die gleichzeitig als Lehrkräfte an der Schule unterrichten, betreut wird. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung betragen zurzeit monatlich 420 Euro. Zuschüsse werden für alle Schülerinnen und Schüler nach den BAföG-Richtlinien gewährt.

An jedem zweiten Wochenende ist das Internat von Freitag bis Sonntag geschlossen.

Kompetenzzentrum   

Das Kompetenzzentrum für Hochbegabung ist eine Abteilung des  Landesgymnasiums für Hochbegabte und gleichzeitig landesweite Anlaufstelle für Fragen zum Thema Hochbegabung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrums sind bei der Auswahl der Schülerinnen und Schüler beteiligt,  für die Beratung von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern zuständig und sind in Abstimmung mit der Schulleitung und dem Kultusministerium für Fortbildungen zum Thema Hochbegabung verantwortlich.

Aufnahmeverfahren

Die Bewerbungsunterlagen für die Schülerinnen und Schüler können beim Landesgymnasium angefordert werden. Sie stehen auch auf den Internetpräsenzen des  

externer Link: Internetauftritt LGH -GmündLandesgymnasiums für Hochbegabte und des

externer Link: Internetauftritt KH -GmündKompetenzzentrums für Hochbegabte 

zum Herunterladen bereit. Die Unterlagen sind einzureichen an das

Landesgymnasium für Hochbegabte
Universitätspark 21
73525 Schwäbisch Gmünd.

Das Aufnahmeverfahren für das LGH ist dreistufig:

Erste Stufe: Einreichen der Bewerbungsunterlagen

Die Unterlagen der Bewerberinnen und Bewerber müssen neben Zeugnissen auch eine Selbstbeschreibung und Begründung der Schulwahl und ein Motivationsschreiben ihrer Eltern umfassen.

Zweite Stufe: Intelligenztests im Gruppensetting

Mit den Bewerberinnen und Bewerbern wird ein Intelligenztest im Gruppensetting (ca. 12 Schüler/innen pro Termin) durchgeführt.
Schutzgebühr pro Bewerber: 30 Euro

Während der Testung besteht für die Eltern die Möglichkeit zu Gesprächen mit der Schulleitung.

Dritte Stufe: Projekt mit den Bewerberinnen und Bewerbern

  • Die Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der ersten beiden Phasen als geeignet für das LGH eingestuft werden, werden an einem von Lehrkräften geleiteten Projektwochenende (Freitagmittag bis Samstagmitag) teilnehmen und dabei auf ihre schulische Leistungsbereitschaft, ihre Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Motivation hin beobachtet.
  • Die Entscheidung über die Aufnahme trifft die Schulleitung. In beiderseitigem Interesse werden die Schülerinnen und Schüler zunächst probeweise für ein Trimester aufgenommen. Gibt es mehr geeignete Schülerinnen und Schüler als freie Plätze, wird eine Warteliste erstellt.

Schwäbisch Gmünd 

Schwäbisch Gmünd - am Beginn des rätischen Limes - hat eine über zwölfhundertjährige Geschichte. Die älteste Stauferstadt ist geprägt von Bauten aus fast neun Jahrhunderten, aus Spätromanik, Gotik, Renaissance, Barock, Rokkoko, Klassizismus, Gründerzeit und Jugendstil. Dabei hat das Heilig-Kreuz-Münster - erstes Meisterwerk der Parler - europäischen Rang. Landschaftlich ist die Stadt im Remstal reizvoll eingefügt zwischen Schwäbischer Alb im Süden und Schwäbischem Wald im Norden. Ein ausstrahlendes Kulturleben und ein vielfältiges Sportangebot haben lange Tradition.

Schwäbisch Gmünd liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Region Stuttgart - mit autobahnähnlicher Verbindung zur Landeshauptstadt (30 Minuten) und mit einer Bundesstraße zur A 7 (Würzburg-Ulm). So sind gute Verbindungen ins Land gewährleistet. Das gilt gleichermaßen für die Bahn: Die Intercity-Linie Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg der Deutschen Bahn AG hat hier einen Regelhalt.

Das Landesgymnasium für Hochbegabte ist eingefügt in den Universitätspark, einem schönen Parkgelände. Das Gymnasium wie auch das Internat mit allen Einrichtungen haben auf diesem Campus ihren Raum. Vom Universitätspark ist die Innenstadt rasch zu erreichen, zu Fuß wie mit dem Stadtbus.

Gebäude und Lage

Für die Einrichtung des Gymnasiums wurden auf dem Gelände des so genannten Uniparks in Schwäbisch Gmünd umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an einem bestehenden Gebäude vorgenommen sowie ein ergänzender Neubau erstellt.

In dem bestehenden Gebäude sind insbesondere Klassenzimmer, Fachräume, die Verwaltung und das Kompetenzzentrum untergebracht. Die naturwissenschaftlichen Fachräume, ein multifunktionaler Mehrzweckraum für den Ganztagesbereich sowie die Mensa sind im Neubau entstanden, der durch seine Platzierung auf dem Gelände den neuen Schulhof definiert und zusammen mit dem sanierten Gebäude eine Einheit bildet. Das Gymnasium wird im Endausbau zweizügig geführt werden.

Die für die zweizügige Führung des Landesgymnasiums für Hochbegabte erforderlichen mindestens 240 Internatsplätze werden durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in bestehenden Gebäuden sowie durch Neubaumaßnahmen auf dem Areal geschaffen.

Das Internat ist in Internatsgruppen mit jeweils drei bis sechs Doppelzimmern und dazugehörigen Aufenthalts- und Allgemeinräumen gegliedert. Für Mentorinnen und Mentoren sind in den Internatsgebäuden Wohnungen eingerichtet. In unmittelbarer Nähe zum Internat stehen zusätzliche Mentoren- und Lehrerwohnungen zur Verfügung.

Grundlage für die Bauplanung war das Ergebnis eines von der Stadt Schwäbisch Gmünd ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs. Der Entwurf des Preisträgers trägt wesentlich zur Erhöhung der Funktionalität und Attraktivität der Einrichtung Landesgymnasium für Hochbegabte bei.

Weitere Informationen können der Internetpräsenz

externer Link: Internetauftritt LGH -GmündLandesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd entnommen werden.