Sport und Umwelt

Der Trend zur Ausübung von Natursportarten hält - seit seinem Beginn in den 80er Jahren - unvermindert an. Gesellschaftliche Entwicklungen außerhalb des Sports wie die Zunahme an freier Zeit, an Mobilität und die zunehmende Individualisierung unterstützen diese Entwicklung. Darüber hinaus spielt die steigende Kommerzialisierung der "Outdoorsportarten“ eine wesentliche Rolle. Durch die Intensität der Naturnutzung können Konfliktbereiche zwischen Sportnutzung und Naturschutz entstehen.
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport unterstützt den organisierten Sport bei seinen Bemühungen, die Sportausübung in der Natur unter der Zielsetzung der Nachhaltigkeit zu gestalten.
Um die, zu einem großen Teil nichtorganisierten, Natursporttreibenden zu erreichen, werden gleichzeitig neue Wege der Kommunikation und Information gefördert. Die Arbeitsgruppe "Sport und Umwelt“ bearbeitet und aktualisiert laufend die Internetseite
www.natursport-bw.de.
Auf dieser Seite werden wichtige Informationen zum Thema Sport und Naturschutz für alle Natursportinteressierten bereitgestellt. Für die Outdoorsportarten Klettern, Tauchen, Rudern, Kanu, Drachen- und Gleitschirmfliegen und Mountenbiking gibt es Tipps zur umweltverträglichen und nachhaltigen Sportausübung.
Der Flyer "Wassersport und Naturschutz am Hochrhein" wurde 2010, der Flyer "Oberrhein-Wassersport und Naturschutz, Rhein-km 166-268" 2011 erstellt. 2012 folgen weitere Flyer zu Teilabschnitten des Oberrheins. Diese Materialien, sowie aktualisiertes Kartenmaterial zu den Wassersportgebieten in Baden-Württemberg sind ebenso zu finden unter
www.natursport-bw.de
Mit Pegelregelungen, räumlichen und zeitlichen Zonierungen sowie Teil- und Vollsperrungen, aber auch mit Informationskampagnen und Beschilderungen können Naturschutz und sportliche Nutzung in Einklang gebracht werden. Ein
Informationstag zum Natursport in Baden-Württemberg findet alle zwei Jahre im Rahmen der Landesgartenschau statt.
Bei den selten auftretenden Konflikten zwischen Sport und Naturschutz wird die Klärungsstelle "Sport und Umwelt" aktiv. Hier arbeitet das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport geimeinsam mit dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum und dem Umweltministerium an Konfliktlösungen, die an anderer Stelle nicht erreicht werden.
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