Förderung von Kindern
und Individualisierung sind zusammen mit der sozialen Förderung Kernziele der Arbeit in der Grundschule. Mit den Vorgaben zur pädagogischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen und Lernschwächen, der Förderung lese- und rechtschreibschwacher Kinder, der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und der Begabungsförderung von Grundschulkindern wird der großen Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Kinder in der Grundschule Rechnung getragen.
Erkennen - akzeptieren - fördern sind die Gelingensfaktoren einer förderfreundlichen Grundschule. Bei den seit 1998 angebotenen Diagnosearbeiten steht der Diagnoseaspekt im Vordergrund, das heißt es handelt sich um neue Formen der Feststellung des Lernstandes, auch die Lesefähigkeit betreffend. Davon ausgehend kann die Lehrkraft dem individuellen Förderbedarf des einzelnen Kindes besser gerecht werden. Der Rahmen für die Fördermaßnahmen ist durch die
Verwaltungsvorschrift "Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen" vom 22.08.2008 gegeben.
Zur Umsetzung der Verwaltungsvorschrift stehen Handreichungen zur Verfügung auf dem
Landesbildungsserver unter Schulartübergreifenden Themen.
Mit der Einführung des neuen Bildungsplans für die Grundschulen 2004 wurden im Sommer 2006 erstmals verbindliche zentrale Diagnosearbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik am Ende von Klasse 2 durchgeführt. Statt am Ende von Klasse 2 und 4 landeseigene Diagnosearbeiten einzusetzen beteiligt sich Baden-Württemberg ab dem Schuljahr 2008/09 an den "Diagnosearbeiten VERA", einer länderübergreifend entwickelnden Lernstandserhebung in den Fächern Deutsch und Mathematik am Ende von Klasse 3.
Baden-Württemberg hat über 30 Jahre Erfahrung in der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund durch das System der Förder- und Vorbereitungskurse und -klassen, die schon für das erste Schuljahr möglich sind. Die Kinder können je nach Lernfortschritten flexibel in die Regelklassen überwechseln oder schrittweise integriert werden.
Dass Lehrkräfte voneinander und miteinander lernen, zeigen die engagierte Teilnahme an innovativen Projekten und die eindrucksvolle Lernwerkstättenbewegung. An rund 80 Grundschulen haben sich Lernwerkstätten etabliert, in denen Lehrerinnen und Lehrer ihre persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Lernformen für heterogene Lerngruppen austauschen, um sie besser im Unterricht umsetzen zu können.
Förderung von hochbegabten Kindern in der Grundschule
Zur Beratung von Eltern und Schulen in Fragen der Früherkennung und Förderung von Kindern mit besonderer Begabung und Hochbegabung stehen bei den Schulaufsichtsbehörden Ansprechpartner zur Verfügung:
Liste der Ansprechpartner nach Regierungspräsidien geordnet:
Ansprechpartner im Regierungspräsidium Stuttgart (PDF, Dateigröße 14 kB)
Ansprechpartner im Regierungspräsidium Karlsruhe (PDF, Dateigröße 14kB)
Ansprechpartner im Regierungspräsidium Freiburg (PDF, Dateigröße 12kB)
Ansprechpartner im Regierungspräsidium Tübingen (PDF, Dateigröße 13 kB)
Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfen (HSL)
Zur ergänzenden Sprachförderung über die HSL-Maßnahmen finden Sie nähere Informationen (Bedingungen und Antragsverfahren) auf der
Homepage der L-Bank.


