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Datum:  08.07.2005

20 Schulen nehmen an Modellversuchen zur Arbeitsorganisation und zu einer Neubewertung der Lehrerarbeit teil

Kurzbeschreibung:  Projektbeirat hat Konzepte gesichtet / Start zum kommenden Schuljahr 2005/06

Insgesamt 20 Schulen nehmen an den Modellversuchen zur Arbeitsorganisation und zu einer Neubewertung der Lehrerarbeit teil. Darunter sind sieben berufliche Schulen, drei Gymnasien, drei Grundschulen, zwei Realschulen, zwei Grund- und Hauptschulen, zwei Sonderschulen sowie eine Hauptschule. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung des beim Landesinstituts für Schulentwicklung (LS) eingerichteten Projektbeirats. Nach der offiziellen Bewerbungsfrist am 15. Juni haben sich noch fünf Schulen beworben, eine Schule zog ihre Bewerbung zurück. Zwei der zwanzig Schulen erfüllen die Kriterien des Projektsbeirats zwar grundsätzlich, müssen ihre Konzepte aber noch an einigen Stellen präzisieren.

Ab dem kommenden Schuljahr 2005/06 sollen unter wissenschaftlicher Begleitung neue Organisationsformen der Lehrerarbeit erprobt werden. Vor dem Hintergrund, dass Baden-Württemberg mit den Modellversuchen Neuland betritt, sieht das Kultusministerin in der Teilnehmerzahl von 20 Schulen eine gute Grundlage für die auf zwei Jahre angesetzte Erprobungsphase. Die Schulen waren in der Gestaltung ihrer Konzeption frei.

Zu den neuen Formen der Lehrerarbeit, die von den teilnehmenden Schulen erprobt werden, gehören beispielsweise

- die Bildung Klassen- und jahrgangsübergreifende Lehrerteams die gemeinsam Unterricht und Aktivitäten planen,

- die arbeitsteilige Vorbereitung und Durchführung von Unterricht,

- die teilweise Auflösung von Fachunterricht,

- die Einführung von 90-Minuten Einheiten (so genannte "Doppelstunden"),

- klassenübergreifender Gruppenunterricht,

- die zeitliche Erfassung außerunterrichtlicher Arbeitsbereiche der Lehrerinnen und Lehrer,

- die Umrechung von außerunterrichtlichen Tätigkeiten in Unterrichtsstunden sowie die Bildung von Stundenbudgets.

Die Tür für weitere Bewerbungen ist noch ein Spalt offen, allerdings sollen interessierte Schulen möglichst rasch ihre Bewerbungen einreichen. Die Zahl der teilnehmenden Schulen ist auf maximal 30 begrenzt.

Der aus Wissenschaftlern, Schulleitern aller Schularten sowie Vertretern des LS und des Kultusministeriums bestehende Projektbeirat hat am 5. Juli getagt und die eingereichten Konzepte geprüft. In allen vier Regierungsbezirken fanden seit dem Frühjahr gut besuchte Informationsveranstaltungen zu den Modellversuchen statt. Alle baden-württembergischen Schulen wurden darüber hinaus in mehreren Schreiben auf die Modellversuche hingewiesen.

Liste der an den Modellversuchen teilnehmenden Schulen

- Mozartschule (GS) 73765 Neuhausen a.d.F.

- Weststadt-Grundschule 77815 Bühl

- Grundschule Ersingen 89155 Erbach

- Grund- und Hauptschule Krauchenwies 72505 Krauchenwies

- Fritz-Ulrich-Schule (GHS) 74080 Heilbronn

- Hauptschule Neuwiesen 88214 Ravensburg

- Realschule Ochsenhausen 88416 Ochsenhausen

- August-Renner-Realschule 76437 Rastatt

- Gottlieb-Daimler-Gymnasium 70374 Stuttgart

- Edith-Stein-Gymnasium 75015 Bretten

- Monfort-Gymnasium 88069 Tettnang

- Gewerbliche Schule 70469 Stuttgart

- Kaufmännische Schule Künzelsau 74653 Künzelsau

- Kerschensteinerschule (BS) 70469 Stuttgart

- Mathilde-Planck-Schule (BS) 71636 Ludwigsburg

- Peter-Bruckmann-Schule (BS) 74072 Heilbronn

- Gewerbeschule Durlach 76227 Karlsruhe

- Robert-Gerwig-Schule (BS) 78224 Singen

- Gustav-Heinemann-Schule (SoS. f. Geistigbehinderte) 75177 Pforzheim

- Karl-Georg-Haldenwang-Schule (SoS. f. Geistigbehinderte) 75385 Bad-Teinach

GS (Grundschule); HS (Hauptschule); GHS (Grund- und Hauptschule), BS (Berufliche Schule); SoS (Sonderschule)

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