Berufliche Schulen
Das Berufliche Schulwesen Baden-Württembergs
Die meisten Jugendlichen besuchen, nachdem sie eine allgemein bildende Schule abgeschlossen haben, eine berufliche Schule. Dort können sie sich zum einen gezielt auf einen Beruf vorbereiten. Zum andern haben sie die Möglichkeit, allgemeine Abschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - zu erwerben.
Die beruflichen Schulen gliedern sich in die sechs Schularten:
- Berufsschule,
- Berufliches Gymnasium,
- Berufskolleg,
- Berufsfachschule,
- Berufsoberschule und
- Fachschule.
Innerhalb jeder Schulart gibt es wiederum eine Vielzahl inhaltlich und von ihrer Dauer unterschiedlicher Bildungsgänge. So wird beispielsweise in der Berufsschule in über 200 Ausbildungsberufen unterrichtet. Es gibt ein-, zwei- und dreijährige Berufsfachschulen, Berufskollegs in unterschiedlichster Ausprägung und berufliche Gymnasien in verschiedenen Typen mit teilweise mehreren Fachrichtungen.
Die Seiten dieses Portals wollen Ihnen einen ersten Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven geben, die Ihnen die beruflichen Schulen Baden-Württembergs eröffnen. Darüber hinaus finden Sie in den beruflichen Schulen Ihrer Region weitere kompetente Ansprechpartner, die Ihnen bei Fragen gerne weiterhelfen.
Weitere Informationen:
Landesbildungsserver / berufliche Schulen
Qualitäts- und Standortsicherung für Baden-Württemberg
Der globale Wettbewerb hat längst die Produzenten und Dienstleister in allen Branchen erfasst.
Um den Anforderungen in diesem Wettbewerb an der Schwelle zum nächsten Jahrhundert zu genügen, muss die Berufsbildung zur Qualifizierung des Personals einen enormen Beitrag leisten. Dies gilt sowohl im Rahmen der Ausbildung als auch in der Weiterbildung junger und erwachsener Menschen.
Dabei wurde in den Produktions-, Organisations- und Entscheidungsstrukturen der Wirtschaft bereits viel verändert. Dies war nur möglich, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv mitgewirkt haben.
Mit der enormen Dynamik der strukturellen Veränderungen kann jedoch nur Schritt gehalten werden, wenn über die berufliche Ausbildung hinaus die Basis für lebenslanges Lernen geschaffen wird.
Ein auf die Zukunft ausgerichtetes Lernen heißt ganzheitliches, handlungs- und praxisorientiertes Lernen.
Von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird heute verlangt, selbstständig planen und organisieren zu können, komplexe und vernetzte Systeme zu verstehen und über ihren Arbeitsplatz hinaus mitzudenken. Sie sollen im Hinblick auf die erforderliche Teamfähigkeit über hohe soziale Kompetenz verfügen und Konflikte konstruktiv bewältigen.
Darüber hinaus werden qualitäts-, kostenbewusstes, ökologisches und kundenorientiertes Handeln sowie Flexibilität und Mobilität vorausgesetzt. Nicht zuletzt ist für den globale Markt auch Fremdsprachenkompetenz unerlässlich.
Das duale System der Berufsbildung verzahnt das Bildungs- und Arbeitssystem optimal. Die Europäische Kommission hat dies als "best practice" der Nachwuchsqualifizierung gewürdigt. Die entsprechenden Rahmenbedingungen müssen deshalb die Voraussetzungen dafür schaffen, dass höchste Produktivität, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gefestigt werden.
Nach Abschluss der Hauptschule und der Realschule bietet das berufliche Schulwesen den Schulabgängerinnen und Schulabgängern vielfältige Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren.
Ziel der beruflichen Schulen ist es, die Schülerinnen und Schüler begleitend oder im Vorfeld zu einer Ausbildung für den Beruf fit zu machen. Auch während oder nach einer Berufsausbildung haben die jungen Leute noch die Chance, zusätzliche Abschlüsse zu erwerben – bis hin zur allgemeinen Hochschulreife.



