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Schülermentorenprogramme

Im Schuljahr 1994/1995 wurde mit der Ausbildung Schülermentor/in Sport erstmals landesweit eine Schülermentorenausbildung ausgeschrieben. Da es sich um ein Angebot handelte, die Schulen also nicht zu einer Teilnahme verpflichtet wurden, stellte sich die spannende Frage: „Wie wird das Angebot angenommen?“

Schnell waren die 400 Lehrgangsplätze "ausgebucht", in der Folge wurde die Anzahl der Lehrgangsplätze erhöht, so dass heute allein im Bereich Sport über 900 Mentorinnen und Mentoren pro Jahr ausgebildet werden.

Die Gesamtzahl der ausgebildeten Jugendlichen zu Mentoren nach dem Schuljahr 2011/2012 betrug ca. 48.000, davon fällt der Hauptanteil auf den Sport.

Ein Indikator des Erfolges der Schülermentorenprogramme sind sicherlich die konstant hohen Anmeldezahlen zu den ausgeschriebenen Lehrgängen. Dies zeugt von der großen Akzeptanz der verschiedenen Ausbildungen durch die Schulen. Unter qualitativen Aspekten betrachtet ist das pädagogische Konzept, das hinter der Ausbildung steht, ein weiterer Grund für den Erfolg.

Die Fähigkeiten Jugendlicher ernst zu nehmen und diese weiterzuentwickeln - dieses Konzept trifft den Kern des pädagogischen Auftrags der Schule. Durch eine speziell für Jugendliche konzipierte Ausbildung und einer sich anschließenden Tätigkeit als Mentor in Schule oder Verein lässt sich dieser Auftrag in besonderer Weise realisieren. Die Tätigkeit der Mentorinnen und Mentoren hat konkrete Auswirkungen, sie gestalten das Schulleben auf unterschiedliche Weise mit und erhalten ein unmittelbares Feedback über ihre Arbeit. Jugendlichen wird ermöglicht, schrittweise in eine verantwortliche Tätigkeit hineinzuwachsen.

Neben den fachlichen Zielen der unterschiedlichen Ausbildungen fördert die Tätigkeit als Mentor überfachliche Kompetenzen. Verantwortung zu tragen, vor einer Gruppe zu sprechen, etwas zu organisieren – solche Situationen kennen Mentorinnen und Mentoren nicht ausschließlich vom Hörensagen, sondern haben konkrete Erfahrungen mit diesen Anforderungen.

Engagement ist auch eine Frage der Gelegenheit. Mit den Schülermentorenausbildungen wurde eine institutionalisierte Grundlage geschaffen. Neben den verschiedenen Ebenen der Schulverwaltung tragen dazu eine mittlerweile imposante Zahl außerschulischer Partner bei, die sich auf unterschiedliche Art und Weise einbringen. Dass Bildung nicht nur Sache der Schule ist, dieses Bewusstsein kommt hier deutlich zum Ausdruck.

Mentorenprogramme