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Schülerinnen- und Schülerbetreuung

Betreuungsangebote an Schulen

Die Gesellschaft wandelt sich, familiäre Strukturen sind vielfältiger geworden. Die veränderte Situation vieler Familien hat zur Folge, dass ein erhöhter Betreuungsbedarf für Kinder und Jugendliche besteht. Das Land reagiert auf diesen Wandel mit flexiblen Konzepten.

Die Landesregierung misst der Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen hohe Priorität zu, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. Bedarfsgerechte und flexible Betreuungsangebote sollen betroffenen Eltern eine echte Wahlfreiheit eröffnen, ob die Betreuung ihres Kindes innerhalb oder auch außerhalb der eigenen Familie erfolgen soll. Grundsätzlich ist die Erziehung der Kinder in erster Linie das Recht, aber auch die Pflicht der Eltern.



Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Die Angebote unterscheiden sich von Schule zu Schule. Sie richten sich nach dem bestehenden Bedarf. Möglich sind folgende Formen:

flexible Nachmittagsbetreuung / kommunale Betreuungsangebote an Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung

Hort an der Schule oder herkömmlicher Hort

Ganztagsschule

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Betreuungsangebot ist, dass das Kind die jeweilige Schule besucht. Bietet die Schule nicht die gewünschte Betreuung, kann ein Schulbezirkswechsel beantragt werden. Ein Rechtsanspruch auf eine Betreuung besteht nicht. Die monatlichen Beiträge sind je nach der Träger der Betreuungseinrichtung und dem Angebot unterschiedlich. Die Ganztagsschule ist, bis auf das Mittagsessen, kostenfrei.

Die Einrichtung von Betreuungsangeboten und deren Ausbau ist kommunale Aufgabe.  Das Land unterstützt die Betreuungsprogramme mit finanziellen Mitteln. Im Zuge des neuen Ganztagsschulgesetzes für Grundschulen und Grundschulen der Förderschulen wurde mit den Kommunalen Landesverbänden eine Änderung der Förderung abgestimmt. Ganztagsschulen nach § 4 a SchG können keine Landesmittel zur Förderung der Betreuungsangebote erhalten. Bei Schulen, die nicht auf das neue Ganztagsschulkonzept umstellen, werden die bestehenden Betreuungsprogramme weiterhin bezuschusst. Der Bestandschutz richtet sich nach den im Schuljahr 2014/15 eingerichteten Betreuungsgruppen. Ab dem Schuljahr 2015/16 kann der Schulträger zwar weitere Gruppen einrichten, diese werden aber künftig nicht vom Land bezuschusst.



Verlässliche Grundschule

Die Verlässliche Grundschule bietet eine Betreuung unmittelbar vor und nach dem vormittäglichen Unterricht an, die vom Schulträger oder einem freien Träger organisiert wird. Auf diese Weise können Kinder am Vormittag bis zu sechs Stunden (z.B. von 7 bis 13 Uhr) betreut werden. Die Betreuungszeit endet spätestens um 14 Uhr.

Die Kinder werden in Räumen der Grundschule oder in benachbarten Räumen durch Personal des Trägers, insbesondere durch Erzieher und Personen mit Erfahrung in der Kindererziehung, betreut. Der Träger der Betreuungseinrichtung ist verantwortlich für die Ausgestaltung des Angebots (z.B. Sportangebote, kreative Aktivitäten).

Förderrichtlinien Verlässliche Grundschule / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Verlässliche Grundschule ab 2014/15

Sammelantrag Verlässliche Grundschule ab 2014/15

Anlage zum Sammelantrag ab 2014/15



Flexible Nachmittagsbetreuung

Im Rahmen der flexiblen Nachmittagsbetreuung können innerhalb des Gesamtbetreuungskonzepts einer Kommune Betreuungsangebote am Nachmittag im Umfang von maximal 15 Stunden je Woche und Gruppe an allgemein bildenden Schulen (Grundschulen, Sonderschulen und weiterführenden Schulen) angeboten werden. Kommunen und freie Träger der Jugendhilfe (beispielsweise Kirchen, Sportvereine, Elternvereine, Fördervereine von Schulen) können diese Angebote an Schulen machen. Die flexible Nachmittagsbetreuung beginnt frühestens um 12 Uhr und endet spätestens um 17.30 Uhr. 

In der inhaltlichen Ausgestaltung sind die Träger frei. Die Beiträge für die flexible Nachmittagsbetreuung werden vom Träger festgesetzt.

Förderrichtlinien Verlässliche Grundschule / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Flexible Nachmittagsbetreuung ab 2014/15

Sammelantrag Flexible Nachmittagsbetreuung ab 2014/15

Anlage zum Sammelantrag ab 2014/15



Hort an Schulen / herkömmlicher Hort

Der Hort an der Schule und der herkömmliche Hort sind Einrichtungen der Jugendhilfe, die schulpflichtige Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nach dem Schulunterricht betreuen. Sie bieten von Montag bis Freitag nach dem Unterrichtsvormittag eine freiwillige Nachmittagsbetreuung von täglich mindestens fünf Stunden an und sind in der Regel auch in den Schulferien geöffnet. Der Hort kann schul- und schulartübergreifend geführt werden.

Der Hort an der Schule hat eine eigene Leitung und arbeitet eng mit der Schule und dem Elternhaus zusammen. Er unterscheidet sich vom herkömmlichen Hort dadurch, dass er in einer Schule untergebracht oder in räumlicher Nähe zu einer Schule eingerichtet ist. In der Regel wird in der Einrichtung ein Mittagessen für die Kinder angeboten.

Die Gebühr für die Betreuung im Hort wird vom Träger festgesetzt.

Förderrichtlinie Hort / Verwaltungsvorschrift vom 18. Dezember 2007

Einzelantrag Hort ab 2014/15

Sammelantrag Hort ab 2014/15

Anlage zum Sammelantrag ab 2014/15