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Prävention und Gesundheitsförderung

In den neuen Bildungsplänen, die im Schuljahr 2016/2017 eingeführt werden, ist das Thema "Prävention und Gesundheitsförderung" als eine von sechs Leitperspektiven verankert.

Leitperspektive"Prävention und Gesundheitsförderung": Lebenskompetenzen fördern - Schülerinnen und Schüler stärken 

Zwischen Lebens- und Lernbedingungen, Gesundheit und Bildungserfolg besteht ein enger Zusammenhang. Prävention und Gesundheitsförderung entfalten dann eine nachhaltige Wirkung, wenn sie auch im schulischen Alltag verankert werden.

Die Leitperspektive "Prävention und Gesundheitsförderung" zielt daher auf die Förderung von Lebenskompetenzen und die Stärkung persönlicher Schutzfaktoren ab. Dabei sollen Kinder und Jugendliche darin unterstützt werden, altersspezifische Entwicklungsaufgaben bewältigen zu können.

Kinder und Jugendliche erwerben Lebenskompetenzen durch Beobachtung von Modellverhalten in ihrem Umfeld sowie durch eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Zentral ist dabei auch, dass sie sich im täglichen Handeln als selbstwirksam erleben. Handlungsergebnisse können so mit eigener Anstrengung und eigenem Tun in Verbindung gebracht werden.

Zentrale Lern- und Handlungsfelder der Leitperspektive "Prävention und Gesundheitsförderung" sind:

  • Gedanken, Emotionen und Handlungen selbst regulieren,
  • ressourcenorientiert denken und Probleme lösen,
  • wertschätzend kommunizieren und handeln,
  • lösungsorientiert Konflikte und Stress bewältigen,
  • Kontakte und Beziehungen aufbauen und halten.

Prävention und Gesundheitsförderung, die allen Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt, verfolgt das Ziel, Lebenskompetenzen sowie Lern- und Lebensbedingungen ganz allgemein zu fördern. Dies kann als "Grundprävention" mit unspezifischer Ausrichtung bezeichnet werden. Beispiele hierfür sind:

  • das Erleichtern von Übergängen (Schuleintritt und -übertritt, Klassen- und Lehrkraftwechsel, Wechsel Schule-Beruf, etc.),
  • die Optimierung der allgemeinen Lern- und Lebensbedingungen in der Schule (Schul- und Klassenklima),
  • die Abstimmung von unterrichtlichen Lernangeboten auf individuelle Lernvoraussetzungen (Prävention von Lern- und Leistungsschwächen),
  • die Vorbildfunktion der Lehrkraft (wertschätzender Umgang, Ermutigung und Unterstützung, Anteilnahme und Anerkennung, konstruktives Konfliktlösen, etc.)

In Ergänzung zur "Grundprävention" verfolgt die "Primärprävention" eine konkretere inhaltliche Ausrichtung. Hierzu gehören beispielsweise gezielte Maßnahmen der Gewalt- und Suchtprävention, des sozialen Lernens und der Gesunderhaltung.

Durch die Berücksichtigung dieser Leitperspektive in den neuen Bildungsplänen sollen die unterschiedlichen Aspekte von Prävention und Gesundheitsförderung stärker im schulischen Alltag verankert werden. Eine nachhaltige Arbeit in diesen Bereichen trägt letztlich zu einem guten Schulklima und zum Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen bei.

Prävention - stark. stärker. WIR.

Das Rahmenkonzept " stark.stärker.WIR." stellt die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Prävention an Schulen in Baden-Württemberg in einen größeren Zusammenhang. Auf der Grundlage der Präventions- und Gesundheitsforschung schafft es Rahmenbedingungen und Strukturen und stellt Hilfen für eine gelingende Präventionsarbeit an Schulen im Land zur Verfügung. Dabei sollen die bereits bestehenden Konzepte und Programme gewürdigt, weiterer Handlungsbedarf erkannt und ggf. ergänzende Aktivitäten in einem schulspezifischen Präventionskonzept verankert werden.

  1. Kontaktbüro Prävention im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg