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Schule in Baden-Württemberg

Allgemein bildende Schulen

Allgemein bildende Schulen in Baden-Württemberg sind:

  1. Grundschulen
  2. Werkrealschulen und Hauptschulen
  3. Realschulen
  4. Gymnasien
  5. Gemeinschaftsschulen
  6. Sonderschulen.

Sie führen in einem eigenen Bildungsgang zu eigenständigen Bildungszielen und Bildungsabschlüssen. Die Bildungsziele sind in jeweils eigenen Bildungsplänen grundgelegt.
 
Im Schuljahr 2004/2005 erhielten alle allgemein bildenden Schulen des Landes neue Bildungspläne, die im Rahmen einer grundlegenden Reform erarbeitet wurden.

Viele Entwicklungen, strukturelle Änderungen und Innovationen, die seit der vergangenen Bildungsplanreform im Jahr 1994 in Schulversuchen auf den Weg gebracht wurden, flossen in die Planungen für den Bildungsplan 2004 ein. Andere Entwicklungen ergaben sich aus Reaktionen auf internationale Studien wie TIMSS und Pisa; wie die stärkere Gewichtung der Medien oder des naturwissenschaftlichen Unterrichts.

Die Kontingentstundentafel, neue Fächer, neue Fächerverbünde, schulartspezifische Akzente, Betreuungsangebote und ganztägige schulische Angebote an vielen Schulen sowie außerunterrichtliche Projekte in der Kooperation verschiedener Fächer sind nur einige Ergebnisse der Entwicklung. Gemeinsam dienen die Reformen dem Ziel einer nachhaltigen Lernkultur, die auch im internationalen Vergleich Ausdruck eines leistungsfähigen Bildungswesens ist.

Mit den neuen Bildungsplänen wurde ein grundlegender Paradigmenwechsel in den verbindlichen Vorgaben für den Unterricht an Baden-Württembergs Schulen vollzogen. Frühere Bildungsplangenerationen wiesen vorrangig aus, was zu unterrichten ist. Die in den neuen Bildungsplänen vorhandenen Bildungsstandards geben vor, welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche am Ende eines bestimmten Zeitraums erreichen sollen, die ihnen in der schulischen Gegenwart, aber vor allem in der außerschulischen Zukunft helfen. Dabei liegt ein großes Augenmerk darauf, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Neugierde, ihren Talenten und auf ihrer Suche nach Identität und Orientierung ernst zu nehmen.

Weitere Informationen: externer Link: Landesbildungsserver / SchulartenLandesbildungsserver / Schularten

Berufliche Schulen

Schulabgängerinnen und Schulabgängern aus allgemein bildenden Schulen bietet das berufliche Schulwesen vielfältige Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren. Ziel der beruflichen Schulen ist es, die Schülerinnen und Schüler für den Beruf fit zu machen. Vor, während oder nach einer Berufsausbildung haben die jungen Leute die Chance, zusätzliche Abschlüsse zu erwerben - bis hin zur allgemeinen Hochschulreife. Auch hier gilt - kein Abschluss ohne Anschluss.

In Baden-Württemberg genießt das berufliche Schulwesen eine besondere Stellung. So erwerben ungefähr ein Drittel aller baden-württembergischen Abiturienten ihr Abitur an beruflichen Gymnasien. Insgesamt wird im Land sogar rund die Hälfte aller Hochschulzugangsberechtigungen an den beruflichen Schulen vergeben. Diese Quoten sind bundesweit einmalig. Die bildungspolitische Studie "TOSCA" belegt in diesem Zusammenhang in eindrucksvoller Weise die Rolle der beruflichen Schulen in Baden-Württemberg für die Durchlässigkeit des dreigliedrigen Schulsystems in Baden-Württemberg.

Berufliche Schulen unterliegen wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum Beschäftigungssystem einem hohen Innovationsdruck. Das berufliche Schulwesen modernisiert als Partner der Wirtschaft im dualen Ausbildungssystem fortlaufend zukunftsrelevante Ausbildungsinhalte. So entstehen ständig neue Ausbildungsberufe, die sich an veränderten technologischen Gegebenheiten orientieren. Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis, die in der Berufsschule und dem Betrieb vermittelt werden, ermöglicht dabei ein hohes Niveau der Ausbildung.

Die hohe Qualität der Ausbildung kann nur gewährleistet werden, wenn sich die beruflichen Schulen systematisch und kontinuierlich mit ihrer Arbeit auseinandersetzen. Hierzu wird ab dem Schuljahr 2010/2011 an allen 300 beruflichen Schulen in Baden-Württemberg das Qualitäts­entwicklungs­system "Operativ Eigenständige Schule" OES genutzt. Das Konzept OES zielt auf eine weitere Stärkung der pädagogischen und fachlichen Erstverantwortung der beruflichen Schulen. Im Mittelpunkt des Konzepts OES steht die Sicherung und Entwicklung der Unterrichts- und Schulqualität. Der Schwerpunkt liegt auf der Selbstevaluation und der Qualitäts­entwicklung in allen relevanten Bereichen des schulischen Lebens. Bei der Fremdevaluation blickt das Landesinstitut für Schulentwicklung in größeren Zeitabständen von außen auf die Schule. Die Fremdevaluation bildet eine Grundlage für Zielvereinbarungen zwischen Schule und Schulaufsicht. Das Konzept OES wurde von 2003 bis 2006 gemeinsam mit 18 Modellschulen entwickelt und erprobt und wird seit 2007 schrittweise an allen beruflichen Schulen eingeführt.