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Kindertagespflege

Die Kindertagespflege ist neben den Kindertageseinrichtungen eine wichtige Säule der Erziehung, Bildung und Betreuung im Land. Die Betreuungszeiten werden zwischen den Eltern und der jeweiligen Tagespflegeperson individuell abgestimmt. Die Flexibilität dieses familienähnlichen Kinderbetreuungsangebots ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf. Insbesondere auch beim Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren kommt der Kindertagespflege besondere Bedeutung zu.

Betriebsausgabenförderung in der Kindertagespflege von Kindern unter drei Jahren

Das Land leitet über den kommunalen Finanzausgleich Landes- und Bundesmittel zweckgebunden für die Betriebsausgabenförderung in der Kindertagespflege von Kindern unter drei Jahren an die Stadt- und Landkreise weiter. Von den Zuweisungen für die Kindertagespflege ist ein Anteil von mindestens 15 Prozent für die fachliche Begleitung der Tagespflegepersonen, die Kinder unter drei Jahre betreuen, bestimmt.

Kostenbeteiligung der Eltern für in Kindertagespflege betreute Kinder unter drei Jahren

Gewährt der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt) eine laufende Geldleistung an die Tagespflegeperson nach § 23 Sozialgesetzbuch VIII und zieht er die Personensorgeberechtigten zu einem Kostenbeitrag heran, so hat er bei der Bemessung der Kostenbeteiligung der Personensorgeberechtigten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren die Zuweisungen des Landes nach § 29 c Finanzausgleichsgesetz (Landes- und Bundesmittel) zu berücksichtigen (§ 8 b Kindertagesbetreuungsgesetz). Die Kostenbeteiligung der Personensorgeberechtigten ermäßigt sich dadurch.

Qualifizierung von Tagespflegepersonen

Die Landesregierung misst der Qualifizierung der Tagespflegepersonen eine sehr hohe Bedeutung bei, so dass sie für diesen Zweck zusätzliche Landesmittel zur Verfügung stellt. Diese Mittel sind zweckgebunden für die Vorbereitung, Qualifizierung und Fortbildung von Tagespflegepersonen bestimmt und werden an die Stadt- und Landkreise sowie die Gemeinden mit eigenem Jugendamt auf Antrag weitergeleitet. Mit Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport zur Kindertagespflege vom 12. Dezember 2013 (VwV Kindertagespflege) sind die Ausgestaltung der Kindertagespflege und die Förderung in der Kindertagespflege geregelt. Die Qualifizierung der Tagespflegepersonen ist in der genannten Verwaltungsvorschrift und in dem Qualifizierungskonzept für Tagespflegepersonen in Baden-Württemberg auf der Grundlage des Qualifizierungsprogramms des Deutschen Jugendinstituts (DJI) festgeschrieben.

  1. Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport
    zur Kindertagespflege (VwV Kindertagespflege) vom 12. Dezember 2013
  2. Hinweise vom 29. Januar 2014 zur Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport zur Kindertagespflege (VwV Kindertagespflege) vom 12. Dezember 2013
  1. Qualifizierungskonzept für Tagespflegepersonen in Baden-Württemberg (PDF, 161 KB)

Förderung von investiven Maßnahmen in der Kleinkindbetreuung

Die Kindertagespflege wird sowohl bei der landesrechtlichen Umsetzung der Investitionsprogramme des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung" als auch im Rahmen der Förderung von investiven Maßnahmen in der Kleinkindbetreuung aus Landesmitteln berücksichtigt. Näheres dazu können Sie  hier nachlesen.

Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg e.V.

Der Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg e.V. hat mit finanzieller Unterstützung des Landes ein nahezu flächendeckendes Netz von örtlichen oder auf Kreisebenen tätigen Tageselternvereinen aufgebaut.

Weitere Informationen unter:

  1. Landesverband Kindertagespflege Baden-Württemberg e.V.
  2. www.handbuch-kindertagespflege.de

Mehr Zeit für Sprachförderung

Zum Kindergartenjahr 2015/2016 hat das Kultusministerium das Konzept der Sprachförderung in allen Tageseinrichtungen für Kinder mit Zusatzbedarf (kurz: SPATZ) mit mehr Mitteln ausgestattet. Die Flüchtlingskinder werden einbezogen. Insgesamt erhöhen die deutlich kleineren Gruppen die Qualität der Sprachbildung und Sprachförderung für das einzelne Kind. In Kitas mit einem Migrantenanteil von mindestens 80 Prozent ist die Gruppengröße von bislang zehn auf fünf Kinder je Gruppe halbiert worden. Dadurch erhöhen sich die Zahlen der Kommunikationssituationen und der Sprechgelegenheiten für jedes einzelne Kind (siehe auch www.sprachfoerderung-bw.de).