Zum Landesbildungsserver Zum Lehrerfortbildungsserver Zum Landesmedienzentrum Zum Landesportal  


Sie sind hier: Startseite > Presse / Öffentlichkeitsarbeit > ARCHIV > Pressemitteilungen 2013 > Hohe Zahl an Lehrereinstellungen

06.06.2013

Lehrereinstellung 2013 - Trotz Stellenabbau hohe Einstellungszahlen

Stoch: "Wir können die Lehrereinstellung angesichts des starken Schülerrückgangs bei den Haupt- und Werkrealschulen flexibler gestalten und damit der schwierigen Situation insbesondere bei Gymnasien und beruflichen Schulen Rechnung tragen"

Trotz der Einsparung von 1000 Stellen können im kommenden Schuljahr 4550 Lehrkräfte und damit genauso viele Personen eingestellt werden wie im vergangenen Jahr, erklärt Kultusminister Andreas Stoch MdL. Insbesondere die Gymnasien mit einem Plus von 420 Personen und die beruflichen Schulen mit einem Plus von 550 Personen würden davon profitieren (siehe Tabelle). Dies werde möglich durch eine Umschichtung von rund 500 Stellen aus dem Haupt- und Werkrealschulbereich. Insgesamt lasse sich damit die Unterrichtsversorgung an allen Schularten weiter stabilisieren. "Wir können die Lehrereinstellung angesichts des starken Schülerrückgangs bei den Haupt- und Werkrealschulen flexibler gestalten und damit der schwierigen Situation insbesondere bei Gymnasien und beruflichen Schulen Rechnung tragen", erklärte der Minister. Und: "Ich freue mich, dass wir die Befürchtungen aus den vergangenen Wochen damit entkräften können."

Das Ministerium reagiert mit diesen Entscheidungen zum einen auf die Stellenfreisetzungen, da sich eine Vielzahl an Lehrkräften in den Ruhestand verabschiedet. Zum anderen seien die veränderten Anmeldezahlen und die sich daraus ergebenden Bedarfsentwicklungen jetzt rasch in die Verteilung der Lehrkräfte auf die Schularten einbezogen worden. Das Ministerium rechnet aufgrund der Erfahrungen des vergangenen Jahres damit, dass bei den beruflichen Schulen angesichts des Ausbaus der beruflichen Gymnasien und der Erzieherausbildung deutlich mehr Schüler unterrichtet werden. Auch bei den allgemein bildenden Gymnasien haben die Anmeldungen zugenommen.

Darüber hinaus erhalten auch Realschulen, Sonderschulen und Gemeinschaftsschulen zusätzliche Stellen in Form von Abordnungen von Lehrkräften aus dem Haupt- und Werkrealschulbereich, damit auch hier die Unterrichtsversorgung gestärkt werden kann. Diese Abordnungen sollen zum einen für eine bedarfsgerechte und gleichmäßige Unterrichtsversorgung sorgen. So sei bei den Realschulen sichergestellt, dass sie im kommenden Schuljahr gut versorgt sind. Zum anderen will das Ministerium durch die Abordnungen erreichen, dass die Lehrkräfte wertvolle Kenntnisse erwerben, die bei der Inklusion in ihren angestammten Schulen zur Geltung kommen sollten.

Das Ministerium sieht aufgrund der weitaus höheren Einstellungszahlen vor allem für gymnasiale Bewerberinnen und Bewerber in allgemein bildenden Gymnasien deutlich bessere Einstellungschancen als im vergangenen Jahr, zumal diese Referendare auch in beruflichen Schulen zum Zuge kommen könnten. "Diese beiden Schularten werden im kommenden Schuljahr trotz des Anstiegs der Schülerzahl gut versorgt sein. Wir streben aber an, auch die Situation an den Realschulen weiter verbessern zu können", sagte der Minister.

Informationen zum Einstellungsverfahren

Mit diesen neuen Zahlenvorgaben beginnen in den jeweiligen Schularten die Listenauswahlverfahren durch das Ministerium. Damit können innerhalb weniger Tage Lehrkräfte nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ausgewählt und Einstellungsangebote zugesandt werden.

Das Ministerium verweist darauf, dass an den beruflichen Schulen jetzt eine außerordentlich hohe Zahl an Stellen zu besetzen ist. Das Angebot an Lehrkräften für berufsbezogene Fächer sei dafür allerdings knapp. Hoher Bedarf bestehe vor allem in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, Betriebswirtschaftslehre und Sozialpädagogik. Entsprechende Stellenangebote der beruflichen Schulen werden ab 20. Juni im Internet (www.lehrer-online-bw.de) veröffentlicht. In den Mangelfächern werden neben ausgebildeten Lehrkräften auch berufserfahrene Hochschulabsolventen mit anderen geeigneten Abschlüssen direkt in den beruflichen Schuldienst eingestellt. Diese Direkteinsteiger werden berufsbegleitend pädagogisch nachqualifiziert.

Bei Stellen, die in diesem Listenauswahlverfahren nicht besetzt werden können, werden im Nachrückverfahren ausgeschrieben. Ab dem 20. Juni 2013 schreiben berufliche Schulen für Direkteinsteiger im Bereich der Elektrotechnik und Metalltechnik Stellen aus, ebenfalls für Bewerberinnen und Bewerber mit berufsbezogenen Fächern wie etwa BWL. Ab dem 5. Juli 2013 können alle Schularten nicht besetzte Stellen ausschreiben. Das Kultusministerium ist sich der großen Herausforderung, eine so große Einstellung in so kurzer Zeit zu bewältigen, bewusst und bittet insbesondere die Bewerberinnen und Bewerber mit einer gymnasialen Lehrbefähigung, sich über die aktuellen Angebote etwa im Landeslehrereinstellungsportal (www.lehrer-online-bw.de) zu informieren.


Übersicht Lehrereinstellungen


Zurück zur Übersicht